Shakshuka, häufig auch Schakschuka, Sakshuka oder Saksuka geschrieben, ist ein Gericht, das in unzähligen Varianten existiert. Es ist vor allem im Nahen Osten und in Nordafrika verbreitet und in letzter Zeit mit einer als typisch geltenden Rezeptur auch in der westlichen, besonders in der englischsprachigen Welt, berühmt geworden.
Diesen geografisch-kulinarischen gordischen Knoten werden wir gleich entwirren. Hier sei erst einmal nur erwähnt, dass es sich um ein sehr einfach zuzubereitendes Eintopfgericht mit Tomaten und Gemüse handelt, das häufig mit darin gegarten, also pochierten Eiern serviert wird.
Wenn du großartige Aromen liebst und Lust auf ein aromatisches Abendessen oder ein sättigendes Frühstück hast, dann ist es Zeit, das Shakshuka-Rezept kennenzulernen und es selbst zuzubereiten!
Der geografisch-kulinarische gordische Knoten und die Geschichte meines eigenen Shakshuka-Rezepts
Also Ärmel hochkrempeln, und schauen wir uns an, was es mit dieser ganzen geografischen Namenssammlung im ersten Absatz auf sich hat und wie ich zu diesem hier veröffentlichten, übrigens einfachen Shakshuka-Rezept gekommen bin, das man sogar als original bezeichnen kann. Wenn du allerdings nicht viel lesen möchtest, dann klicke hier zum Rezept.
Alles begann damit, dass nicht nur ich mich schon seit Jahren nach einer guten hausgemachten Shakshuka sehnte, sondern auch meine Frau mir aufgrund ihrer Erfahrungen auf Geschäftsreisen in Israel schon lange in den Ohren lag, endlich eine authentische Version zuzubereiten. Auf den ersten Blick schien das keine allzu große Herausforderung zu sein. Schließlich ist Shakshuka weltweit bekannt, also dachte ich: Ich tauche in die Tiefen des Internets ein, finde ein wirklich originales Shakshuka-Rezept, bereite es zu, und fertig.
Wie groß die Aufgabe war, die ich mir da aufgehalst hatte, hätte ich nicht gedacht. Schon nach den ersten Blicken stellte sich heraus, dass es nicht nur so etwas wie die eine originale Shakshuka nicht gibt, sondern dass man praktisch von Land zu Land von nahezu völlig unterschiedlichen Rezepten sprechen kann. Wenn man die Unterschiede noch etwas stärker betonen möchte: Die Version, die wir in der westlichen Welt unter dem Namen Shakshuka kennen, existiert im Grunde fast nirgends genau so dort, woher das Rezept angeblich stammt.
Wenn du jetzt denkst, dass das kompliziert klingt, bist du nicht allein. So sehr, dass all das, was ich zum Thema Shakshuka zusammengetragen habe, gar nicht wirklich in ein Rezept passen würde; deshalb habe ich einen eigenen Artikel darüber geschrieben, den du über den Link lesen kannst.

Die Herkunft des Shakshuka-Rezepts
Kurz zusammengefasst ist Shakshuka ursprünglich ein aus dem Maghreb stammendes, also aus dem mittleren und westlichen Teil Nordafrikas kommendes, tomatenbasiertes Gemüsegericht, das sich inzwischen auch im Nahen Osten, unter anderem in Israel, weit verbreitet hat. Vermutlich wurde es von dort aus dann vor allem in der englischsprachigen Welt und später weltweit bekannter.
Das Problem ist nur, dass Shakshuka praktisch in jedem betroffenen Land dieses geografischen Raums anders zubereitet wird. Und zwar sehr anders.
So kam ich schließlich zu dem Schluss, dass das so nicht funktionieren wird und dass nicht nur ein originales, sondern vielleicht überhaupt kein einzelnes Shakshuka-Rezept dieses Gericht repräsentieren kann. Darüber kannst du ausführlich in dem oben verlinkten Artikel lesen.
Was du hier siehst und was zur großen Zufriedenheit meiner Frau zubereitet wurde, ist also die am stärksten internationalisierte Version – wenn man das überhaupt so sagen kann. Ich schreibe das schon allein deshalb, weil es selbst unter den internationalen Varianten praktisch so viele unterschiedliche Versionen gibt, wie es Rezepte gibt.
Aber lange Rede, kurzer Sinn, und das ist der entscheidende Punkt: Nachdem meine Frau das hier vorgestellte Shakshuka-Rezept probiert hatte, nickte sie zufrieden und sagte: Genau das ist es! Und weil auf dem Teller kein einziger Tropfen übrig blieb, kann ich es auch dir guten Gewissens empfehlen: Beginne mit diesem Rezept, wenn du Lust auf eine gute Shakshuka hast, und verzaubere deine Geschmacksknospen sowie deine Familie oder deine Gäste!

Shakshuka-Varianten
Aus dem oben Gesagten ergibt sich, dass in den einzelnen Ländern sehr unterschiedliche Versionen existieren. Hier stelle ich jetzt nur die verschiedenen Varianten der international verbreiteten Shakshuka vor, denn auch dort wirst du wirklich so viele unterschiedliche Herangehensweisen finden, wie es Rezepte gibt.
Praktisch der einzige stabile Punkt ist die Tomate. Genauer gesagt, dass in irgendeiner Form eine Tomatensauce entsteht – und das ist die Shakshuka. Aber schon hier gibt es unterschiedliche Lösungen. Während die meisten Rezepte zum größten Teil gehackte Tomaten aus der Dose, auf Italienisch Polpa, verwenden, tauchen häufig auch frische reife Tomaten oder Tomatenmark auf.

Das am Ende des Kochens hineingeschlagene, pochierte Ei ist in internationalen Rezepten nahezu einhellig Pflicht, auch wenn das nicht für alle nordafrikanischen Varianten gilt.
Zwiebel und Knoblauch kommen in fast jedem internationalen Shakshuka-Rezept vor, aber auch hier gibt es Ausnahmen. In den regionalen Varianten sind diese Zutaten jedoch keineswegs zwingende Bestandteile.
Und ab hier beginnen dann die verschiedensten möglichen Versionen. In vielen Fällen gehört rote Paprika ebenfalls zum Rezept, aber auch sie ist keineswegs eine obligatorische Zutat. Ich habe sie hineingegeben, weil sie meiner Meinung nach sowohl geschmacklich als auch von der Textur her das Erlebnis deutlich aufwertet.
Was die Würzung betrifft, verwenden viele ausschließlich die klassische Kombination aus Salz und Pfeffer. Häufig kommen aber auch Kreuzkümmel, Koriandersamen sowie Paprikapulver, Chilischoten oder Cayennepfeffer vor. Letztere können natürlich teilweise auch die Schärfe der Shakshuka bestimmen.
Es gibt noch ein sehr optionales Element, das praktisch nur in den internationalen Varianten auftaucht, und das ist Feta. Wer diese Zutat verwendet, zerbröselt den charakteristisch salzigen Käse nach der Zubereitung über das Eintopfgericht.
Shakshuka servieren
Shakshuka ist ein Eintopfgericht, das zu fast jeder Tageszeit gegessen werden kann. Im englischsprachigen Raum ist sie – da man sie dort fast ausschließlich als Eiergericht betrachtet – vor allem Bestandteil eines sättigenden Frühstücks oder Brunchs. Sie ist aber auch zum Abendessen sehr lecker und kann wegen ihrer Sättigungskraft im Grunde sogar zum Mittagessen serviert werden. In kleineren Portionen ist sie sogar bei einem Empfang oder auf einer Party denkbar.
Shakshuka wird in einer Pfanne zubereitet; auch die Eier kommen hier hinein und garen als pochierte Eier direkt in der Tomatensauce. Deshalb sieht sie auch auf dem Tisch am schönsten aus, wenn du sie direkt in der Pfanne servierst. Etwas darübergestreute Petersilie oder Koriandergrün wertet sie optisch sehr auf, aber wie erwähnt wird häufig auch Feta darübergebröselt.

In welcher Variante und wann auch immer du Shakshuka servierst, eine Sache ist unverzichtbar: frisches, knuspriges Brot. Vergiss nicht, es dazuzureichen, denn nicht nur die aromatische Tomatensauce, sondern auch das nach Geschmack flüssig gelassene Eigelb lässt sich perfekt damit auftunken.
Ein paar Gedanken zu den Mengen
Die Größe der Pfanne bestimmt ungefähr, wie viele Eier die Shakshuka aufnehmen kann. Auch den Tomatenteil solltest du so berechnen, dass er tief genug für die pochierten Eier ist. Eine 24-cm-Pfanne hat die passende Größe für die im Rezept angegebenen Mengen, also für 6 Eier.
Diese Menge reicht ungefähr für 2–6 Personen, je nachdem, wie hungrig alle sind und in welcher Form du sie servierst.
- Wenn die Runde hungrig ist und die Shakshuka das Hauptgericht ist, rechne diese Menge für 2 Personen.
- Bei weniger hungrigen Gästen oder wenn du noch etwas anderes servierst, reicht sie für 3–4 Personen.
- Wenn du sie nur als Vorspeise oder auf einer Party servierst, kannst du sogar mit einer Person pro Ei rechnen.
Was die Pfannengrößen betrifft, kannst du in einer ungefähr 30 cm großen Pfanne die anderthalbfache Menge mit 9–10 Eiern zubereiten, während in einer etwa 32–34 cm großen Pfanne die doppelte Menge mit 12 Eiern möglich ist. Für eine halbe Portion reicht eine 16–18 cm große Pfanne.

Shakshuka
Zutaten
- 1,5 EL Olivenöl
- 1 Zwiebel
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 Stk. Paprika rot
- 2 Dosen gehackte Tomaten Polpa, 2×400 g
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Kreuzkümmel
- zerstoßene Chili nach Geschmack
- Salz
- Pfeffer
- 6 Eier
- Petersilie oder Koriandergrün zum Garnieren
Anleitungen
- Hacke die Zwiebel und den Knoblauch klein, entkerne die Paprika und schneide sie in Würfel.

- Beginne, die Zwiebel bei mittlerer Hitze im Öl anzudünsten, und rühre gelegentlich um.

- Gib nach 3-4 Minuten den Knoblauch und die Paprika dazu. Dünste sie zusammen 5 Minuten an und rühre gelegentlich um.

- Gib die Gewürze dazu und rühre sie unter. Gieße die Tomaten dazu und lasse alles unter Rühren bei niedriger Hitze in ca. 20 Minuten eindicken. Prüfe jetzt den Geschmack der Shakshuka, denn nachdem die Eier hineingekommen sind, kannst du sie nicht mehr würzen.

- Mache mit einem Löffel oder Pfannenwender Mulden in die Tomaten und schlage die Eier hinein. Das machst du am besten einzeln, also Mulde-Ei, Mulde-Ei usw. Gare alles zugedeckt ca. 7-8 Minuten, bis das Eiweiß fest geworden ist. Wenn du vollständig durchgegarte Eier möchtest, gare sie noch 5 Minuten länger.

- Serviere sie warm mit gehackter oder gezupfter Petersilie oder Koriandergrün und frischem Brot.





