Chimichurri [ungefähr ausgesprochen: tschimitschurri], auch Salsa Chimichurri genannt, ist eine Petersilien-Knoblauch-Sauce aus Argentinien, die dort gern zu Steaks und gebratenem Fleisch gegessen wird.
Die Zubereitung ist sehr einfach, und vielleicht überrascht es dich zunächst, wie gut Chimichurri tatsächlich zu praktisch jedem Steak passt. Es ist eben keine typische Steaksoße – zumindest nicht das, was man sich in vielen Teilen der Welt darunter vorstellt. Im Grunde sind es fein gehackte Petersilie, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und weitere frische Kräuter in Öl. Doch wenn du die Sauce auf das Fleisch gibst, ist schon der Duft himmlisch. Und die Chimichurri-Sauce macht aus einem ohnehin köstlichen Steak etwas ganz Besonderes.
Wozu passt Chimichurri?
Chimichurri ist vielleicht das weltweit bekannteste argentinische Rezept. Vor allem ist es eine Sauce zum Steak, die in Argentinien äußerst beliebt ist. Sie schmeckt zu praktisch jedem Rindersteak. Probier sie zum Beispiel zu einem Sirloin-Steak – so habe ich sie auch serviert.

Aber diese frische Kräutersauce passt im Grunde zu fast jedem gebratenen oder gegrillten Fleisch. Sie ist auch eine hervorragende Ergänzung zu Schweinebraten oder sogar zu Hähnchen.
Nach der Zubereitung tut es dem Chimichurri gut, eine Weile im Kühlschrank zu ziehen. Am besten bereitest du es am Vortag zu oder am Vormittag, wenn du es am Abend servieren möchtest. Nimm es ein bis zwei Stunden vor dem Essen aus dem Kühlschrank und serviere es bei Zimmertemperatur.
Da es sich aber um eine wirklich frische Sauce handelt, solltest du sie nicht länger als 48 Stunden aufbewahren. Danach verliert sie ihre Frische und einen großen Teil ihres Aromas.
Ein authentisches Chimichurri-Rezept
Wie schon gesagt, ist Chimichurri vielleicht das beliebteste Rezept Argentiniens und wird sehr oft zu den unterschiedlichsten Fleischgerichten zubereitet und serviert. Deshalb solltest du nicht erwarten, dass es ein einziges, wirklich ursprüngliches Chimichurri-Rezept gibt. Fast jeder Haushalt hat seine eigene Variante und würzt die Sauce ein wenig anders.
Ich zeige dir hier ein recht typisches Chimichurri-Rezept. Davon kannst du natürlich jederzeit abweichen – weiter unten findest du dazu auch ausführliche Hinweise zu den einzelnen Zutaten.
Wenn du die Sauce einmal zubereitet hast, wirst du selbst sehen, wie viele Möglichkeiten in diesem Rezept stecken. Experimentiere ruhig mit dem, was du gerade zu Hause hast, was du bekommen kannst und was euch am besten schmeckt.
Wenn ich eine Faustregel für die Mengen nennen müsste – von der du selbstverständlich abweichen kannst –, dann diese: Nimm ungefähr gleich viel fein gehackte Petersilie, fein gehackte Frühlingszwiebeln und Olivenöl, jeweils nach Volumen gemessen. Hier ist das von jeder Zutat etwa eine halbe Tasse, also 120 ml. Diese Mischung kannst du dann nach deinem Geschmack würzen.
Noch ein Hinweis: Orientiere dich bei den Mengen nicht am Zutatenfoto. Ich habe die Zutaten für das Bild arrangiert; im veröffentlichten Rezept sind zum Beispiel mehr Petersilie und Oregano, aber weniger Chili enthalten.

Zutaten und mögliche Alternativen
Um ehrlich zu sein, war es selbst in einer Gegend mit recht gut sortierten Geschäften nicht einfach, alle Zutaten zu bekommen – besonders frischen Oregano. Deshalb möchte ich dir erklären, was du ersetzen kannst. Mach dir also keine allzu großen Sorgen, wenn du nicht alles findest.
Vergiss dabei natürlich nicht, dass sich mit den Zutaten auch der Geschmack verändert. Und gerade bei einem so einfachen Rezept hängt das Aroma und die Qualität des fertigen Gerichts besonders stark von den verwendeten Zutaten ab.
- Frische Petersilie: Sie ist das Herzstück des Chimichurri. Auf diese eine Zutat solltest du nicht verzichten.
- Frischer Oregano: Sein Geschmack gehört unbedingt dazu. Wenn du keinen frischen bekommst, kannst du aber auch getrockneten Oregano verwenden.
- Frische Chili: Hier ist es ähnlich wie beim Oregano: Wenn du keine frische bekommst, nimm getrocknete Chili. Sie kommt allerdings eher wegen ihres Aromas als wegen ihrer Schärfe in die Sauce. In dieser Hinsicht lässt sich frische Chili nicht wirklich ersetzen. Deshalb werden die weißen Trennwände und die Kerne gewöhnlich entfernt.
- Frühlingszwiebeln: Damit schmeckt die Sauce besonders gut, aber auch Schalotten passen. Zur Not kannst du etwas gewöhnliche Zwiebel verwenden; das wäre allerdings meine letzte Wahl, und davon würde ich weniger nehmen.
- Olivenöl: Die Grundlage von Chimichurri ist reichlich Öl. Mir ist bei argentinischen Rezepten etwas Interessantes aufgefallen: Oft wird erst erklärt, dass Olivenöl ursprünglich nicht verwendet wurde – und anschließend wird es trotzdem genommen, weil die Sauce damit besser schmeckt. Vielleicht ist es also nicht im historischen Sinne traditionell, aber der Geschmack von Olivenöl passt wirklich hervorragend dazu, und auch in Argentinien bereiten viele die Sauce heute so zu. Wenn du möchtest, kannst du aber ein anderes Öl verwenden.
So bereitest du Chimichurri zu
Kräuter, Chili, Frühlingszwiebeln und Knoblauch kommen fein gehackt in die Sauce. Dafür gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten:
- Mit dem Messer hacken. Das ist die authentischste Methode und bringt den ursprünglichen Charakter der Sauce vielleicht am besten zur Geltung. Ich habe es auch so gemacht und empfehle es dir, selbst wenn du dafür ein paar Minuten länger in der Küche stehst.
- Einen Mörser verwenden. Auch das geht, allerdings erinnert das Ergebnis dann eher an italienisches Pesto. In Argentinien wird Chimichurri manchmal ebenfalls so zubereitet, aber die zusätzliche Arbeit muss vielleicht nicht sein.
- Einen Zerkleinerer verwenden. Das ist die einfachste und schnellste Lösung. Du solltest nur wissen, dass dabei eher eine Art Püree als eine klassische Chimichurri-Sauce herauskommt. Wenn du das Hacken nicht gerade wirklich hasst, würde ich auf diese Variante verzichten.

Ein Wort zu den Mengenangaben
Dies ist ein einfaches Rezept, und bei solchen Saucen werden die Zutaten häufig nach Volumen abgemessen – mit einer Tasse, einer halben Tasse und so weiter.
Ich rechne hier mit einer Tasse von ungefähr 240 ml; eine halbe Tasse entspricht also etwa 120 ml. Im Rezept nenne ich außerdem Gewichte und Stückzahlen, damit du leichter einschätzen kannst, wie viel du von den einzelnen Zutaten brauchst.

Chimichurri
Zutaten
- 1 Bund frische Petersilie fein gehackt etwa 27 g bzw. 120 ml im Messbecher
- 2 Frühlingszwiebeln fein gehackt etwa 45 g bzw. 120 ml im Messbecher
- 120 ml Olivenöl
- 2 Knoblauchzehen
- 1 frische Chilischote kleine
- 4 Zweige frischer Oregano fein gehackt etwa 2 TL bzw. 2 g
- 1 TL Zitronensaft 5 ml
- 2 TL Rotweinessig 10 ml
- Salz nach Geschmack
- Gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Anleitungen
- Hacke die Petersilienblätter, den Oregano, die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch fein. Entferne die weißen Trennwände und Kerne der Chilischote und hacke auch sie fein.

- Gib die gehackten Zutaten in eine Schüssel. Füge Zitronensaft, Rotweinessig und Olivenöl hinzu und verrühre alles gründlich. Schmecke die Sauce mit Salz und Pfeffer ab.

- Lass das Chimichurri 4–24 Stunden im Kühlschrank ziehen, damit sich die Aromen verbinden. Serviere es bei Zimmertemperatur.





