Ein Pulled-Pork-Rub ist eigentlich eine trockene Gewürzmischung. Auf Englisch nennt man das Dry Rub: Das Fleisch wird nicht in eine Marinade gelegt, sondern gründlich mit Salz, Zucker und Gewürzen eingerieben und dann lange bei niedriger Temperatur gegart.
Dieser hausgemachte Pulled-Pork-Rub wurde speziell für Pulled Pork aus dem Backofen entwickelt. Er ist keine historische Rekonstruktion und auch keine klassische, eins zu eins übernommene amerikanische Barbecue-Würzung für im Rauch gegartes Fleisch. Eher ist er eine auch zu Hause leicht verwendbare, von Eastern Carolina inspirierte Gewürzmischung, die gut mit Schweineschulter oder Schweinenacken funktioniert und dabei hilft, dass das Fleisch aromatisch, saftig und schön zupfbar wird.
Für welches Fleisch eignet sich dieser Pulled-Pork-Rub?
Am besten verwendest du ihn für fetteres Schweinefleisch, das sich für langes Garen eignet. Für Pulled Pork sind Schweineschulter und Schweinenacken meist die zwei besten Optionen.
Schweinerücken, Schweinefilet oder andere magere Fleischstücke sind dafür nicht wirklich ideal. Das sind feine Fleischstücke, nur eben nicht für diesen Zweck: Bis du sie so lange garen würdest, dass sie eine zupfbare Konsistenz bekommen, würden sie leicht austrocknen.
Zutaten für den Pulled-Pork-Rub
Die folgende Menge reicht für etwa 2 kg Fleisch.
- 25 g Salz
- 25 g brauner Zucker
- 4 g frisch gemahlener oder gemahlener schwarzer Pfeffer
- 3 g gemahlener Koriander
- 2 g geräuchertes Paprikapulver
- 1 g zerstoßene Chili oder Chiliflocken
Die Gewürzmischung zubereiten
Die Zubereitung des Pulled-Pork-Rubs könnte kaum einfacher sein: Wiege die Gewürze ab und vermische sie in einer kleinen Schüssel.
Wenn du möchtest, kannst du die Mischung in einem Mörser oder in einem Zerkleinerer noch etwas bearbeiten, vor allem dann, wenn du gröbere Chiliflocken oder frisch zerstoßenen Pfeffer verwendest. Sie muss nicht komplett zu Pulver gemahlen werden, aber es ist gut, wenn sich die Gewürze einigermaßen gleichmäßig verteilen.
Reibe das Fleisch anschließend von allen Seiten gründlich mit dem Dry Rub ein. Streue ihn nicht nur darüber, sondern massiere ihn wirklich in die Oberfläche des Fleisches ein. Dadurch wird die Würzung gleichmäßiger, und beim langen Garen bildet sich so die würzige, dunklere äußere Schicht, die zu den besten Teilen von Pulled Pork gehört.
Wie lange solltest du es marinieren?
Wenn du Zeit hast, stelle das gewürzte Fleisch abgedeckt oder in Frischhaltefolie gewickelt für mindestens ein paar Stunden, gern auch über Nacht, in den Kühlschrank. So kann das Salz besser in die Oberfläche des Fleisches einziehen, und auch die Gewürze verbinden sich schöner.
Wenn du dafür aber keine Zeit hast, ist das auch keine Tragödie. Pulled Pork gart lange, deshalb wird es auch dann lecker, wenn du die Gewürzmischung erst direkt vor dem Garen auf das Fleisch reibst.
Warum ist Zucker darin?
Der braune Zucker ist nicht dazu da, das Fleisch ausdrücklich süß zu machen. Er rundet vielmehr die Aromen ab, gleicht Salz und Schärfe aus und hilft dabei, dass sich beim Garen eine schönere, aromatischere äußere Schicht auf dem Fleisch bildet.
Wenn du weniger süßliches Pulled Pork möchtest, kannst du die Zuckermenge reduzieren. Du kannst ihn auch ganz weglassen, aber meiner Meinung nach funktioniert diese kleine Menge brauner Zucker bei der Backofenversion sehr gut.
Muss geräuchertes Paprikapulver hinein?
Geräuchertes Paprikapulver ist kein authentisches Element aus Eastern Carolina, das muss man klar sagen. Bei Pulled Pork aus dem Backofen ist es aber eine sehr praktische Lösung für zu Hause, weil es einen leichten Rauchgeschmack gibt, auch wenn du das Fleisch nicht im Smoker oder auf dem Grill zubereitest.
Wichtig ist, dass du es nicht übertreibst. Diese Menge überdeckt den Geschmack des Schweinefleisches nicht, sondern gibt ihm nur einen kleinen rauchigen Hintergrund.
Wenn du Pulled Pork im Smoker oder auf dem Holzkohlegrill zubereitest, kannst du das geräucherte Paprikapulver auch weglassen, denn der echte Rauch liefert dieses Aroma bereits.
Pulled-Pork-Rub vorbereiten
Diesen Pulled-Pork-Rub kannst du problemlos auch im Voraus zubereiten. Vermische die Gewürze, fülle sie in ein gut schließendes kleines Glas oder einen Gewürzbehälter und bewahre sie an einem trockenen, kühlen Ort auf.
Achte nur darauf: Wenn du im Voraus eine größere Menge zubereitest, verlieren die Gewürze mit der Zeit an Aroma. Sie verderben nicht schnell, aber den besten Geschmack liefern sie, wenn du sie innerhalb weniger Wochen oder höchstens einiger Monate verwendest.
Für welches Fleisch kann er noch gut sein?
Auch wenn diese Gewürzmischung für Pulled Pork gedacht ist, funktioniert sie auch gut mit anderen länger gegarten Schweinefleischstücken. Du kannst damit Schweinenacken, Schulter, Rippchen oder auch einen einfachen Schweinebraten einreiben.
Für Hähnchen kannst du sie ebenfalls verwenden, aber dort wäre ich etwas vorsichtiger damit, denn diese Mischung ist grundsätzlich für fetteres, charaktervolleres Schweinefleisch gedacht.

Pulled-Pork-Rub
Zutaten
- 25 g Salz
- 4 g gemahlener Pfeffer
- 25 g brauner Zucker
- 2 g geräuchertes Paprikapulver
- 3 g gemahlener Koriander
- 1 g zerstoßene Chili oder Chiliflocken
Anleitungen
- Vermische in einer kleinen Schüssel die Gewürze für den Pulled-Pork-Dry-Rub.





