Lachs im Ganzen zu braten – also Lachs am Stück, genauer gesagt eine Lachshälfte – ist eine sehr praktische Lösung. Den Fisch so zuzubereiten hat viele Vorteile, unter anderem, dass es die einfachste Methode ist. Die Aromen kommen trotzdem wunderbar zur Geltung, und außerdem kannst du im wahrsten Sinne des Wortes in einer halben Stunde ein sehr gesundes Gericht auf den Tisch bringen.
Aber schauen wir uns zuerst an, ob wir jetzt eigentlich über einen halben oder einen ganzen Lachs sprechen.
Halber Lachs oder ganzer Lachs?
Technisch gesehen zeige ich in diesem Artikel das Braten einer Lachshälfte. Das ist das Fleisch des Lachses von einer Seite – Rückgrat und Kopf sind entfernt. Genau so begegnet uns heute am häufigsten das, was man leicht als „ganzen Lachs“ oder Lachs im Ganzen gebraten bezeichnet, also nicht als Lachssteak. Das wollte ich nur deshalb festhalten, weil man natürlich auch einen ganzen Lachs im Ofen braten kann, dann aber mit Kopf und mit beiden Seiten – so, wie er heutzutage kaum noch verkauft wird. Und das wäre ein anderes Rezept.

Warum ist es vorteilhaft, Lachs im Ganzen zu braten?
Wie schon geschrieben, hat es sehr viele Vorteile, den Lachs im Ganzen und nicht in Scheiben oder als Steaks zu braten:
- Er ist viel einfacher zuzubereiten. Wie du im Rezept sehen wirst, würzt du ihn im Grunde nur, schiebst ihn in den Ofen, und fertig.
- Es ist günstiger, eine Lachshälfte zu kaufen, als dieselbe Menge Fisch bereits in Scheiben vorbereitet.
- Du hast keine zusätzliche Arbeit damit: Du musst ihn nicht entgräten oder putzen – sobald du ihn aus der Verpackung nimmst, kannst du ihn schon braten.
- Du brauchst nur den Backofen und ein Backblech. Keine Pfanne und kein anderes Küchengerät.
- Meiner Meinung nach ist es auch deshalb viel wirtschaftlicher, weil sich so jeder genau so viel Fisch nehmen kann, wie er isst. Der Lachs ist nicht vorher aufgeschnitten: Wer mit weniger zufrieden ist, schneidet sich nach dem Braten ein kleineres Stück ab, wer mehr Appetit hat, bekommt eine größere Portion.
Für wie viele Personen reicht eine Lachshälfte?
Das hängt ein wenig davon ab, wo du den Fisch kaufst und wie groß er ist. Und natürlich auch davon, wie groß der Appetit der Menschen ist, denen du ihn servierst, und was es sonst noch dazu gibt.
Allgemein kann man aber sagen, dass eine Lachshälfte für 3–4 Personen reicht. 3 Personen werden davon sicher satt, aber wenn es ausreichend Beilage oder einen weiteren Gang dazu gibt, die Runde vielleicht nicht besonders hungrig ist oder der Fisch größer ausfällt, kann er auch für 4 Personen ausreichen.
Die Vorbereitung der Lachshälfte
Das Beste daran ist, dass eine Lachshälfte wirklich keinerlei Vorbereitung braucht. Waschen ist nicht nötig – genau aus dem Grund, den ich im Artikel über das Waschen von rohem Fleisch beschrieben habe. Auch die Haut musst du nicht entfernen, und die Schuppen können ebenfalls dranbleiben. Im Rezept erfährst du, wie du ihn richtig lecker zubereitest!
Wie ist guter Lachs im Ganzen gebraten?
Vielleicht ist das der Punkt, zu dem wir die unterschiedlichsten Vorstellungen haben können. Viele stellen sich Fisch nur praktisch hart durchgebraten – technisch gesehen also übergart – vor.
Ich möchte niemandem in seinen Geschmack hineinreden – du brätst und magst deinen Lachs so, wie es für dich am besten ist. Aber es lohnt sich, zumindest einmal auszuprobieren, wie man ihn in den meisten Teilen der Welt liebt oder wie er in einem wirklich guten Restaurant serviert wird.
In diesem Fall ist der Lachs vollständig gegart, es gibt keine rohen Stellen, aber das Fleisch fällt leicht in Lamellen auseinander und ist richtig saftig. In der Praxis bedeutet das, dass er keine Minute länger gebraten werden sollte als bis zu dem Moment, in dem auch die dickste Stelle im Inneren gar ist. Dann fühlt sich das Fleisch an den dickeren und dünneren Stellen gleich an. Es ist nicht mehr wabbelig, sondern gerade eben noch leicht elastisch-fest.
Nach diesem Rezept und meiner Erfahrung sind das 25 Minuten. Man muss aber wissen, dass jeder Ofen anders ist und auch Fische nicht alle gleich sind. Deshalb lohnt es sich unbedingt – besonders beim ersten Versuch –, den Fisch anzuschauen. Ziehe ihn praktisch am Ende der Garzeit aus dem Ofen, und wenn du noch „durchscheinendere“ Stellen siehst, ist er dort noch roh: Brate ihn ein paar Minuten weiter. Wenn er sich an der dicksten Stelle wackeliger anfühlt als an den dünneren Stellen, brate ihn ebenfalls noch ein paar Minuten weiter.

Lachs im Ganzen aus dem Ofen
Zutaten
- ½ Lachs
- 2 Knoblauchzehen
- ½ Zitrone
- Salz
- gemahlener Pfeffer
Anleitungen
- Heize für die Zubereitung des im Ganzen gebratenen Lachses den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Tupfe überschüssige Flüssigkeit vom Lachs mit Küchenpapier ab. Lege Alufolie auf ein Backblech, darauf Backpapier und darauf den Fisch mit der Hautseite nach unten.

- Salze und pfeffere den Lachs, presse 2 Knoblauchzehen darauf und lege 4–5 Zitronenscheiben darauf.Auch Fisch nimmt sehr viel Salz auf, meist mehr, als man auf den ersten Blick für ausreichend hält.

- Forme aus der Alufolie eine kleine „Schale“, damit der Saft nicht ausläuft. Schiebe den Lachs in den Backofen und brate ihn etwa 25 Minuten.Wenn du noch „durchscheinendere“ Stellen siehst, ist er dort noch roh; brate ihn ein paar Minuten weiter. Wenn er sich an der dicksten Stelle wackeliger anfühlt als an den dünneren Stellen, brate ihn ebenfalls noch ein paar Minuten weiter. Brate ihn aber möglichst nicht länger als 30 Minuten, damit er saftig bleibt.

Alufolie auf das Backblech legen, darauf Backpapier. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.
Den Lachs mit der Hautseite nach unten darauflegen. Du kannst eventuell vorher die Haut salzen – ich habe es nicht gemacht.
Den Fisch großzügig salzen und pfeffern. 2 Knoblauchzehen daraufpressen, 4 Zitronenscheiben darauflegen. Aus der Alufolie eine kleine „Schale“ formen, damit der Saft nicht ausläuft.
Im Backofen ungefähr 25 Minuten garen – das hängt aber auch von der Dicke ab und davon, wie man ihn mag. Nicht länger als 30 Minuten braten.




