Als besondere Spezialität ist der maltesische Oktopuseintopf mit Spaghetti auf jeden Fall einen Versuch wert. Das ist nicht das Pastagericht, das du jede Woche auf den Tisch stellst, aber wenn du Oktopus gegenüber nicht abgeneigt bist, wird es dich sehr angenehm überraschen!
Einerseits ist es wirklich ausgesprochen einfach zuzubereiten. Es ist kein schnelles Gericht, erfordert aber nicht viel Arbeit. Andererseits stecken darin alle Aromen des mediterranen Malta, und das Gericht wird zu einem großartigen Geschmackserlebnis.
Wenn du außerdem beim Kochen des Oktopus meine Empfehlungen beachtest, wird die Hauptzutat garantiert zart und schmackhaft. Denn es ist wichtig zu sagen, dass viele Oktopus vielleicht nur deshalb nicht mögen, weil er ihnen nie richtig zubereitet wurde. Wenn du ihn aber gut kochst, wird er nicht zäh, sondern himmlisch lecker und zart.
Der maltesische Oktopuseintopf
Die Grundlage dieses besonderen Pastagerichts ist Stuffat tal-qarnit, auf Deutsch also maltesischer Oktopuseintopf. Malta ist ein Inselstaat im Mittelmeer, deshalb werden dort gerne Meeresfrüchte gegessen, darunter auch Oktopus. Dieses Gericht ist praktisch eines der Nationalgerichte des Inselstaats; hier zeige ich eine als authentisch zu bezeichnende Hausmannsversion. Wenn du auf den Link klickst, erfährst du mehr über Stuffat tal-qarnit.
Es gibt auf Malta mehrere Arten, maltesischen Oktopuseintopf zu essen, aber eine der häufigsten ist wohl die hier vorgestellte. Dabei wird dieses Ragout eigentlich als Pastasauce verwendet und mit Spaghetti oder anderer Pasta gegessen.
Wenn du Zeit hast, den Oktopus zu kochen – das dauert ungefähr anderthalb Stunden, siehe Rezept –, musst du dich mit diesem Gericht nicht viel beschäftigen. Dafür kannst du aber ein sehr besonderes Essen auf den Tisch zaubern. Probier es aus!

Maltesischer Oktopuseintopf mit Spaghetti
Zutaten
- 400 g Spaghetti 100 g pro Person
- 30 ml Olivenöl
- 700 g Oktopus 2 Oktopusarme
- 180 g Zwiebel ca. 1,5 Stück
- 4 Knoblauchzehen
- 75 g schwarze Oliven entsteint
- 400 g gehackte Tomaten aus der Dose Polpa
- 30 g Kapern ca. 5 TL
- 50 g Tomatenmark ca. 2 EL
- 300 ml Rotwein
- 300 ml Wasser oder Kochsud vom Oktopus
- 1 TL getrocknete Petersilie
- ½ TL getrockneter Thymian
- ½ TL Majoran
- Schale von 1 Zitrone abgerieben
- Salz
- 300 g Kartoffeln
- 100 g grüne Erbsen tiefgekühlt
Anleitungen
- Wenn du frischen Oktopus verwendest, friere ihn für einige Tage ein. Lasse ihn anschließend im Kühlschrank in 18–24 Stunden oder bei Zimmertemperatur in 6–8 Stunden auftauen.

- Bringe in einem Topf Wasser zum Kochen. Gib den Oktopus hinein und koche ihn 30 Minuten lang, sodass das Wasser gerade eben perlt.

- Nimm den Oktopus heraus, lasse ihn abkühlen und schneide ihn in 2–3 cm große, mundgerechte Stücke. Stelle den Kochsud beiseite.

- Hacke die Zwiebel und den Knoblauch fein.

- Erhitze einen großen Topf, gib das Olivenöl und die Zwiebel hinein. Dünste die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig. Gib danach den Knoblauch dazu und brate ihn noch eine halbe Minute mit.

- Gib die Dosentomaten, die Oliven, die Kapern, das Tomatenmark und die Gewürze dazu: Thymian, Majoran, Petersilie und Zitronenschale. Gieße den Wein dazu, gib das Wasser oder den Kochsud vom Oktopus hinzu und bringe alles zum Kochen.

- Gib den Oktopus dazu und lasse ihn bei niedriger Hitze 30 Minuten köcheln.

- Schäle inzwischen die Kartoffeln und schneide sie in größere Würfel. Gib sie zusammen mit den grünen Erbsen zum Oktopus und koche alles nach dem erneuten Aufkochen weitere etwa 25–30 Minuten, bis die Kartoffeln weich sind.

- Koche die Pasta nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser. Gieße sie ab und serviere sie mit dem Oktopusragout als Sauce.





