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Wer bei einem Pizzasaucen-Rezept an eine komplizierte, überwürzte und stundenlang gekochte Sauce denkt, den muss ich enttäuschen. Wie ich schon oft geschrieben habe, liegt die Großartigkeit der italienischen Küche und ihrer Gerichte in der Einfachheit, und das gilt besonders für Pizza. Eine echte italienische Pizza ist eines der einfachsten Gerichte und trotzdem unvergleichlich lecker. Wenn man sie nicht unnötig verkompliziert, wird sie so gut wie in einer echten italienischen Pizzeria.
Pizzasauce Rezept
Das originale italienische Pizzasaucen-Rezept ist eigentlich gar kein Rezept. In italienischen Kochbüchern und Foodblogs findet man kaum spezielle Rezepte für Pizzasauce – abgesehen von den hier beschriebenen Tipps. Für Pizza braucht man nämlich nichts weiter als Tomaten. Ganz einfache, passierte Tomaten, die heute fast überall erhältlich sind oder selbst gemacht werden können. Das kann „Passata di pomodoro“ sein, also passierte Tomaten aus der Dose. Achte auf diesen Aufdruck („passata di pomodoro“) auf dem Glas, der Dose oder der Verpackung, und du hast die richtige Grundlage für Pizza. Ich gestehe: Das ist mein Favorit, weil es die einfachste Lösung ist.
Dosentomaten, ganz oder gehackt (ohne Kerne). Diese vor dem Auftragen auf die Pizza leicht pürieren.
Frische (oder selbst eingemachte) passierte Tomaten. Entferne Kerne und Schale der Tomaten, drücke sie durch ein Sieb mit größeren Löchern und koche den Saft ein. Du kannst sie auch einmachen; hier findest du ein gutes Rezept dazu.
Verwende kein Tomatenmark für die Pizza!
Ist die Pizzasauce wirklich so einfach? Aber warum ist italienische Pizza trotzdem so göttlich?
Das hängt von vielen Dingen ab, aber bei der Pizzasauce gibt es noch eine wichtige Sache: Auf den Pizzateig kommen neben der Tomatensauce auch noch natives Olivenöl extra, Salz und Oregano sowie in Stücke gerissener Mozzarella. Der feuchtigkeitsreiche Käse, das aromatische Olivenöl, die dichte Tomatensauce, das Salz und der Oregano verschmelzen im Ofen zu einer echten Sauce und nehmen zusätzlich das Aroma der Beläge auf. So wird es viel besser als jedes Rezept, das zusätzliche Gewürze oder Kochen empfiehlt. Wenn du diesem Pizzasaucen-Rezept folgst, wird auch deine selbstgemachte Pizza wunderbar!
Wenn schließlich auch die Beläge auf der Pizza sind, bleibt nur noch das perfekte Backen, über das du hier lesen kannst. Tipp: Den Artikel über die 7 Geheimnisse der perfekten italienischen Pizza findest du, indem du auf den Link klickst.

Pizzasauce Rezept – oder wie entsteht die göttliche Sauce auf der Pizza?
Zutaten
- 3-4 EL Passata di Pomodoro
- 1-2 EL Extra natives Olivenöl
- Salz nach Geschmack Dies kann auch weggelassen werden
- 1 TL Oregano
- 100-150 g Pizza Mozarella
Anleitungen
- Verteile die passierten Tomaten in kreisenden Bewegungen auf dem geformten Pizzateig. Für eine 35 cm große Pizza brauchst du etwa 3-4 Esslöffel, also nicht zu viel, sonst weicht der Teig durch. Lass am Rand 1-2 cm frei, das wird der Rand.

- Gib ein bis zwei Esslöffel extra natives Olivenöl auf die Pizza.

- Salze nach Geschmack. Dies kann auch weggelassen werden, besonders bei intensiver schmeckenden Belägen wie italienischem (Parma-)Schinken oder Gorgonzola, Blauschimmelkäse.
- Bestreue nach Geschmack mit getrocknetem Oregano (auf Deutsch Dost), etwa ein Teelöffel reicht aus.

- Drücke das Wasser aus dem Mozzarella so gut wie möglich mit den Händen aus und verteile ihn in rustikalen Stücken auf der Pizza. Verwende originalen, in „Wasser“ schwimmenden Mozzarella. Eine 35 cm große Pizza nimmt etwa 110-150 g auf. Dies hängt ein wenig vom Feuchtigkeitsgehalt des Mozzarellas ab, wenn du zu viel darauf legst, weicht der Teig durch. (Der einzige Vorteil von Pizzamozzarella ist, dass er nicht feucht ist, daher weicht er deine Pizza nicht durch, egal wie du ihn backst. Doch die Sauce wird damit nicht so gut, deshalb empfehle ich ihn nicht – dies ist übrigens eine amerikanische Erfindung, ich denke, die Italiener wissen gar nicht, was das ist.)

- Dann kommen die Beläge nach Geschmack und Fantasie hinzu. Es gibt natürlich klassische Pizzen, bei denen überall derselbe Belag dazugehört, aber hier kannst du deiner Fantasie wirklich freien Lauf lassen. Wenn du eine echte italienische Pizza möchtest, dann verwende wenige, aber qualitativ hochwertige Beläge und höchstens zwei bis drei verschiedene pro Pizza.




