Es gibt unzählige Köche, Fernsehsendungen, Websites und Kochbücher, die mich inspirieren. Einerseits dazu, zu kochen, neue Gerichte und Techniken kennenzulernen und Freude an diesem Hobby zu finden. Andererseits hole ich mir aus vielen von ihnen auch konkrete Rezepte, die wir ausprobieren, mögen oder nicht mögen – und manche davon schaffen es sogar auf den Blog. Jetzt habe ich sie hier an einem Ort gesammelt. Natürlich werde ich diese Seite laufend aktualisieren, und immer wenn ich auf ein neues Kleinod stoße, das meiner Meinung nach verdient, hier aufgenommen zu werden, werde ich die Liste erweitern.
Da ich diese Seite zugleich auch als eine Art Anerkennung für diese Menschen, Bücher und Blogs verstehe, möchte ich nicht, dass es nur eine trockene Liste wird. Ich möchte auch über sie schreiben, über manche kürzer, über andere ausführlicher. Das hier ist auch keine quantitative Liste und keine bloße Linksammlung. Ich stelle wirklich nur die Menschen und Werke vor, die großen Einfluss auf mich und auf das hatten und haben, was ich in der Küche mache.
Zu jedem Themenbereich habe ich den jeweiligen Koch, das Buch oder den Blog verlinkt. Wenn dich etwas näher interessiert, kannst du durch einen Klick auf das kleine Bild oder den Namen mehr darüber lesen. Da das Ziel meines Blogs darin besteht, Gerichte der internationalen Küche vorzustellen, sind diese Seiten in der Regel nicht auf Deutsch.
Köche
- Emeril Lagasse. Vielleicht habe ich von ihm die meiste Inspiration bekommen: von diesem amerikanischen Koch, Unternehmer und Fernsehstar, der vielerorts zu Unrecht weniger bekannt ist, als er es verdient hätte.
Emerils Kochstil ist vor allem von der Küche der Südstaaten der USA geprägt, aber nicht das allein hat ihn populär gemacht. Vielleicht ist es unter anderem ihm zu verdanken, dass sich der heute bekannte Fernsehkoch-Hype zuerst in Amerika und dann auch in Europa verbreitet hat. Und damit meine ich nicht die kleinen Kochsendungen der 80er-Jahre, sondern Sender, die rund um die Uhr ganz dem Kochen gewidmet sind. Das Anfang der 90er-Jahre in den USA gestartete Food Network verdankte seine Popularität unter anderem ihm, als er 1997 begann, eine damals völlig ungewöhnliche Kochshow zu drehen und auszustrahlen, die ich am ehesten mit einer großen Studiotalkshow vergleichen würde. Ein großes Studiopublikum, riesige Kulissen, eine Live-Band, Gäste und tägliche Sendungen halfen dabei, dem amerikanischen Publikum das Kochen näherzubringen. Hier ein Ausschnitt aus einer seiner Shows von 1999(!): Emeril hat derzeit 12 Restaurants, die in den gesamten USA bekannt sind. Bis heute dreht er regelmäßig Fernsehsendungen, und ebenso regelmäßig erscheinen seine Kochbücher. Außerdem hat er sich mit seiner eigenen Marke für Küchenutensilien, die erschwingliche Qualität bietet, auch in diesem Markt eine bedeutende Rolle erarbeitet. In Amerika gibt es vielleicht kaum einen Haushalt, in dessen Küche Emeril nicht auf die eine oder andere Weise angekommen wäre. - Jamie Oliver. Jamie inspiriert mich vor allem mit seiner Einstellung zum Kochen. Meiner Meinung nach war er es, der Europa vor gut einem Jahrzehnt trotz seines jungen Alters gezeigt hat, dass Kochen nicht unbedingt etwas Anstrengendes oder stundenlanges Stehen in der Küche bedeuten muss. Sympathisch finde ich auch seine Versuche der letzten Jahre, das Niveau der Esskultur zu heben und die allgemeinen Essgewohnheiten in England zu verbessern – die, glaub mir, ziemlich trostlos sein können. Ich habe schon viel nach seinen Rezepten gekocht, aber nur wenige davon werden es auf den Blog schaffen. Der Grund dafür ist, dass Jamie – und daraus macht er auch kein Geheimnis – fast jedes Rezept ein wenig nach seinem eigenen Geschmack abwandelt. Wenn du ihn also zum Beispiel Spaghetti Carbonara zubereiten siehst, solltest du wissen: Auch wenn das Ergebnis sehr lecker sein kann, ist es nicht das Originalgericht.
- Gordon Ramsay. Gordon hat mich vor allem mit seiner Ausdauer und seinem Glauben an seine Ziele gewonnen. Man muss sich nur seine Sendung ansehen, in der er Restaurants am Rande des Zusammenbruchs zu retten versucht, und dabei auf die Einstellung der Eigentümer und Betreiber dieser Lokale sowie auf Gordons eigene Haltung zum Unternehmertum achten. Man versteht schnell, warum es manchen Firmen gut geht und anderen nicht. Warum fast jede Initiative mancher Menschen erfolgreich ist, während das bei anderen eben nicht der Fall ist. Darüber hinaus sind natürlich auch seine Rezepte inspirierend. Das Beef Wellington und ein Frühstückscroissant mit Lachs stehen schon Schlange, um in diesen Blog aufgenommen zu werden.
- Sonia Peronaci. Sonia begann 2006 als italienische Hobbyköchin einen Gastroblog zu schreiben, der seitdem in Italien unglaublich beliebt geworden ist. Auf Facebook hat sie heute mehr als 86.000 Fans; diese Zahl übertreffen unter den berühmten Köchen nur diejenigen, die auch international bekannt sind. Den Blog selbst (GialloZafferano) stelle ich weiter unten ebenfalls vor, deshalb hier nur ein paar Worte zu Sonia. Für mich vermittelt sie mit unglaublicher Einfachheit und Authentizität unter anderem die Zubereitung italienischer Gerichte. Zu fast jedem Rezept fügt sie nicht nur eine schriftliche Beschreibung und Fotos hinzu, sondern auch ein leicht nachvollziehbares Video. Und das ist besonders wichtig: Sie versucht nicht, traditionelle Rezepte neu zu interpretieren. Das ist etwas, das man heute leicht vergisst. Bei ihr ist eine Bologneser Lasagne ganz sicher eine Bologneser Lasagne, und Spaghetti Carbonara sind ganz sicher Spaghetti Carbonara. Weiter so, Sonia!
Blogs
- Giallo Zafferano. Sonia Peronacis Blog stellt Rezepte aus aller Welt vor. Ich verfolge ihn dennoch vor allem wegen der italienischen Gerichte, und in diesem Fall passt das Wort „verfolge“ besonders gut. Denn sie beschreibt diese Rezepte nicht nur und illustriert sie mit Fotos, wie wir es von Gastroblogs inzwischen gewohnt sind, sondern lädt zu den meisten auch ein Video hoch. Der Blog selbst ist übrigens sowohl vom Design als auch von der Organisation her so ausgefeilt, dass man meinen könnte, dahinter stünde bestimmt ein multinationales Unternehmen. Dem ist aber nicht so (auch wenn er seit der ursprünglichen Veröffentlichung dieses Artikels tatsächlich zu einem riesigen Geschäft geworden ist). Es lohnt sich anzusehen, wie ein einzelnes Gericht entsteht, selbst wenn du kein Italienisch sprichst, denn man kann auch so viel daraus lernen. Die Videos sprechen für sich. Einige davon sind auf YouTube auch auf Englisch verfügbar.
Bücher und Kochbücher
- Das goldene Buch der Schokoladenköstlichkeiten. Dieses Buch ist schon auf den ersten Blick verführerisch. Ich wähle Kochbücher sehr sorgfältig aus, denn ich habe schon viele gesehen, bei denen der Inhalt nicht mit der äußeren Aufmachung mithalten konnte – oder bei denen nicht einmal das Äußere den Maßstab erfüllte, wegen dem ich sie kaufen würde. Aber als ich dieses Buch sah, habe ich mich sofort darin verliebt. Das Ganze sieht aus wie eine riesige Tafel Schokolade, und die Seitenkanten sind außerdem goldfarben besprüht (leider gibt das Foto des Verlags das nicht wirklich wieder). Dazu kommen die Rezepte – 300 Stück sind es –, die einen eines nach dem anderen dazu verleiten, sie zuzubereiten und zu essen. Wie der Titel schon vermuten lässt, enthält jedes Rezept Schokolade, aber nicht jedes ist süß. Auch einige herzhafte Besonderheiten, zum Beispiel Schokoladen-Gnocchi oder Truthahn in mexikanischer Schokoladensauce, sind darin enthalten.
- Le Cordon Bleu – Kochschule für Feinschmecker, Reihe. Laut der Website des Verlags sind von dieser einzigartigen Reihe 22 Bände erschienen. Nach Zutaten (Huhn, Kartoffeln usw.), nach Gerichtstypen (Teigwaren, Desserts usw.), nach Ländern (italienische Gerichte, französische Gerichte) oder nach festlichen Anlässen (Weihnachtsrezepte – dieser Band ist leider nicht in dieser Ausgabe erschienen) geordnet, stellen sie einfache und komplizierte, aber in jedem Fall appetitliche Rezepte vor. Aus diesen Büchern kann man nicht nur sehr leckere Gerichte kochen; sie enthalten auch unzählige nützliche Ratschläge, mit deren Hilfe sowohl der beginnende Hobbykoch als auch der erfahrenere Küchenmeister sein Wissen zum jeweiligen Thema vertiefen kann. Ich empfehle sie jedem – oder zumindest einen Band aus der Reihe. Wenn du ihn liebgewinnst, wirst du wahrscheinlich auch die übrigen kaufen.